Baufinanzierung: Vermittler oder Bank?

 

Bei der Finanzierung eines Eigenheims wird mit immensen Summen hantiert. Eine Finanzierung kann sowohl direkt bei einer Bank angefragt werden als auch unter Bemühung eines Vermittlers.

Ganz offiziell müssen Vermittler seit letztem Jahr ihre Provisionen für Immobilienkredite offen darlegen. Es ist zu bedenken, dass Vermittler im Grunde einzig von diesen Provisionen leben. Anhand des ESIS, dem „Europäisches standardisierten Merkblatt“, können Kunden nachvollziehen welche Provisionen fließen. Denn diese Provision wird vom Kunden getragen und wird auf die Darlehenssumme drauf gerechnet.

Provision

Im ersten Augenblick fällt eine Provision in Höhe von beispielsweise € 1.000 nicht arg ins Gewicht bei einer ursprünglichen Darlehenssumme von 100.000 Euro. Aber es bleibt nicht bei diesen 1.000 Euro. Eben wie das gesamte Darlehen werden auch die Provisionen verzinst und dann werden aus ursprünglichen 1000 Euro schnell 1250,- oder mehr.

Vergleichen

Wer nun meint, dass Banken sich ihren Service nicht extra bezahlen lassen, der irrt. Auch hier wird stets ein bestimmter Prozentsatz für Bearbeitung, Beratung und Gebühr fällig. Dieser wird ebenfalls durch die Zinsen finanziert. Daher bezahlen Kunden immer die (Arbeits-)Leitungen von Bankangestellten und Vermittlern.

Hier ist es jedem anzuraten sich mehrere Angebote zukommen zu lassen und die Preise zu vergleichen, da sich die geforderten Zinshöhen, Provisionshöhen usw. erheblich unterscheiden können. Schnell kommt so durchaus eine vier-  oder fünfstellige Summe Unterschied zusammen.

Gründe für den Vermittler

Aber wenn sowohl die Bank als auch der Vermittler sich ihre Dienste separat bezahlen lassen, wieso können Vermittler die bessere Alternative darstellen?

Die Provision stellt grundsätzlich keinen entscheidenden Faktor dar. Der große Unterschied zwischen Bank und Vermittler liegt im Service. Vermittler wissen im Grunde ganz genau bei welcher Bank die Wahrscheinlichkeit der Bewilligung eines Darlehens am höchsten einzuschätzen ist. Ebenso wissen diese wie lange diese Prüfung in etwa dauert. Das sind wichtige Informationen um überhaupt eine reelle Chance zu haben mit dem Bau starten zu können oder aber die Immobilie endlich sein Eigen nennen zu können.

Tilgung

Zudem haben Vermittler Zugriff auf eine Vielzahl von Angeboten. Da eine Baufinanzierung von zahlreichen Faktoren abhängig ist wie beispielsweise Einkünfte des Darlehensnehmer, Höhe der Tilgungsraten, Familienplanung usw. existiert kein Pauschalangebot, welches für jeden Interessenten gleichermaßen passend ist.  Ein Vermittler kann aufgrund der vorliegenden Daten das Beste für seinen Kunden aus einem Pool von Angeboten herausfischen. Eine Bank kann stets nur ihr eigenes Angebot darlegen. Während ein Vermittler auf zahlreiche Angebote, in der Regel von 10 bis 15 Geldgebern, zugreifen kann, müsste der Bauherr zu jeder Bank einzeln gehen und sich Angebote erstellen lassen. Aufgrund dessen lohnt es sich schon auf einen Vermittler zu setzen, sofern diese keine utopischen Provisionen verlangt.

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