Ihr Ratgeber zur Baufinanzierung

Fehler bei der Kalkulierung der Baufinanzierung vermeiden

Der zurzeit vorherrschende Niedrigzins verführt schnell zu übereilten Abschlüssen einer Baufinanzierung. Sicher ist das eigene Heim ein Traum, der durchaus erstrebenswert ist, aber dennoch sollte man nicht überstürzt handeln. Denn es gibt viele Fehler, die Darlehensnehmer immer wieder machen.

 

Tipp 1: Fehlkalkulierungen der finanziellen Belastung vermeiden

Nicht nur der Bauunternehmer will bezahlt werden. Da kommen noch viele weitere Kosten auf den Hausbauer zu wie beispielweise die Grunderwerbssteuer, Makler- und Notargebühren, Versicherungen, Hausanschlusskosten, Grundstücksvermessung usw. Zeitgleich müssen häufig für den aktuellen Wohnraum Mieten, Stromkosten usw. aufgebracht werden.  Auch die Lebenshaltungskosten und evtl. Rücklagen für etwaige Autoreparaturen, Urlaube oder anderweitige Anschaffungen müssen berücksichtigt werden in der Kalkulation.

Aufgrund dessen sind ein gründliche Planung und ein detaillierter Blick auf die Finanzen unabdingbar. Als Anhaltspunkt kann die Kaltmiete herangezogen werden. Bleibt am Ende ein Betrag in Höhe der Kaltmiete übrig, der zum Tilgen des Darlehens verwendet werden kann, dürfte einer Baufinanzierung nichts im Weg stehen.

Tipp 2: Die Planung ist die halbe Miete

Eine Baufinanzierung muss stets individuell auf den Darlehensnehmer zugeschnitten werden. Es existieren zu viele variable Faktoren wie beispielsweise die Höhe des Eigenkapitals, regelmäßige Einkünfte oder auch die Familienplanung.  Experten empfehlen das Einholen von bankenunabhängigen Angeboten. Die frei nutzbaren Baufinanzierungsrechner bieten lediglich einen ersten Überblick über Raten, Zinsen usw.

Tipp 3: Je höher das Eigenkapital, desto günstiger wird das Haus

Wer Eigenkapital in das Bauvorhaben einbringen kann muss ein geringeres Darlehen in Anspruch nehmen. Eine geringere Darlehenssumme bedeutet auch weniger Zinsen, die zu zahlen sind.  Niedrige Raten und geringe Zinsen verleiten dazu eine Baufinanzierung abzuschließen ohne in ausreichender Höhe über Eigenkapital zu verfügen. Aufgrund der hohen Darlehenssumme wird die Finanzierung deutlich teurer.

Tipp 4:  angemessenen Tilgungssatz vereinbaren

Auf den ersten Blick erscheint eine niedrige Tilgungsrate äußerst attraktiv. Allerdings stellt es sich so dar, dass die Laufzeit dann aber auch entsprechend lang ausfällt, teilweise mehr als 50 Jahre. Wer eine höhere Tilgungsrate vereinbar ist schneller mit den Abzahlungen fertig. Insbesondere in Zeiten von Niedrigzinsen sollte man bestenfalls die Tilgungsrate anheben.

Tipp 5: Fehleinschätzungen der Eigenleistungen vermeiden

Besonders fatal sind Fehleinschätzungen der Eigenleistungen am Bau. Bauherren wollen immer Geld durch sog. Eigenleistungen sparen, verkalkulieren sich aber häufig. Meistens fehlt das entsprechende Know-How oder schlichtweg die Zeit. Gesundheitliche Einschränkungen spielen ebenfalls oftmals eine große Rolle. Daher müssen häufig dann doch die Profis ran. Diese Kosten waren dann aber nicht mit einkalkuliert und der gesamte Finanzierungsplan geht über den Jordan.

 

 

Aus der Rubrik: Finanzieren

Scorewert – was ist das und wie kommt er zustande?

ScorewertDer Scorewert ist eine Kennzahl einer Auskunftei. Hier werden sehr viele Daten über fast alle Bürger in Deutschland gespeichert. Die Auskunftei wertet diese Daten aus und ermittelt damit die Bonität von Verbrauchern. Diese Informationen werden dann von der Auskunftei an Banken und Unternehmen weiterverkauft, zum Beispiel dann, wenn es um eine Baufinanzierung geht.

[ … weiterlesen … ]

Aus der Rubrik: Finanzieren

Baufinanzierung: Vermittler oder Bank?

 

Bei der Finanzierung eines Eigenheims wird mit immensen Summen hantiert. Eine Finanzierung kann sowohl direkt bei einer Bank angefragt werden als auch unter Bemühung eines Vermittlers.

Ganz offiziell müssen Vermittler seit letztem Jahr ihre Provisionen für Immobilienkredite offen darlegen. Es ist zu bedenken, dass Vermittler im Grunde einzig von diesen Provisionen leben. Anhand des ESIS, dem „Europäisches standardisierten Merkblatt“, können Kunden nachvollziehen welche Provisionen fließen. Denn diese Provision wird vom Kunden getragen und wird auf die Darlehenssumme drauf gerechnet.

Provision

Im ersten Augenblick fällt eine Provision in Höhe von beispielsweise € 1.000 nicht arg ins Gewicht bei einer ursprünglichen Darlehenssumme von 100.000 Euro. Aber es bleibt nicht bei diesen 1.000 Euro. Eben wie das gesamte Darlehen werden auch die Provisionen verzinst und dann werden aus ursprünglichen 1000 Euro schnell 1250,- oder mehr.

Vergleichen

Wer nun meint, dass Banken sich ihren Service nicht extra bezahlen lassen, der irrt. Auch hier wird stets ein bestimmter Prozentsatz für Bearbeitung, Beratung und Gebühr fällig. Dieser wird ebenfalls durch die Zinsen finanziert. Daher bezahlen Kunden immer die (Arbeits-)Leitungen von Bankangestellten und Vermittlern.

Hier ist es jedem anzuraten sich mehrere Angebote zukommen zu lassen und die Preise zu vergleichen, da sich die geforderten Zinshöhen, Provisionshöhen usw. erheblich unterscheiden können. Schnell kommt so durchaus eine vier-  oder fünfstellige Summe Unterschied zusammen.

Gründe für den Vermittler

Aber wenn sowohl die Bank als auch der Vermittler sich ihre Dienste separat bezahlen lassen, wieso können Vermittler die bessere Alternative darstellen?

Die Provision stellt grundsätzlich keinen entscheidenden Faktor dar. Der große Unterschied zwischen Bank und Vermittler liegt im Service. Vermittler wissen im Grunde ganz genau bei welcher Bank die Wahrscheinlichkeit der Bewilligung eines Darlehens am höchsten einzuschätzen ist. Ebenso wissen diese wie lange diese Prüfung in etwa dauert. Das sind wichtige Informationen um überhaupt eine reelle Chance zu haben mit dem Bau starten zu können oder aber die Immobilie endlich sein Eigen nennen zu können.

Tilgung

Zudem haben Vermittler Zugriff auf eine Vielzahl von Angeboten. Da eine Baufinanzierung von zahlreichen Faktoren abhängig ist wie beispielsweise Einkünfte des Darlehensnehmer, Höhe der Tilgungsraten, Familienplanung usw. existiert kein Pauschalangebot, welches für jeden Interessenten gleichermaßen passend ist.  Ein Vermittler kann aufgrund der vorliegenden Daten das Beste für seinen Kunden aus einem Pool von Angeboten herausfischen. Eine Bank kann stets nur ihr eigenes Angebot darlegen. Während ein Vermittler auf zahlreiche Angebote, in der Regel von 10 bis 15 Geldgebern, zugreifen kann, müsste der Bauherr zu jeder Bank einzeln gehen und sich Angebote erstellen lassen. Aufgrund dessen lohnt es sich schon auf einen Vermittler zu setzen, sofern diese keine utopischen Provisionen verlangt.

Aus der Rubrik: Allgemein

Der Widerrufsjoker

 

Ein Immobilienkredit ist teuer. Er ist über Jahre hinweg fest an Zinsen gebunden, auch wenn der aktuelle Zinssatz deutlich niedriger liegt.

Der sog. Widerrufsjoker kann Möglichkeiten eröffnen einen langlaufenden Kredit los zu werden.

 Der Verbraucher

Für Verbraucher besteht seit November 2002 die Möglichkeit private Kredite zu widerrufen. Dieses Widerrufsrecht wurde eingeführt, damit Verbraucher so schwergewichtige Entscheidungen nochmals überdenken können.  Die Widerrufsfrist beträgt für gewöhnlich 14 Tage.  Die genauen Widerrufsbelehrungen müssen Bestandteil des Kreditvertrags sein. Der Gesetzgeber hat diesbezüglich einen Mustertext zur Verfügung gestellt. Die Kreditinstitute haben diesen aber nur in den seltensten Fällen diesen übernommen. Die meisten Banken haben eigene Modifizierungen vorgenommen, die durchaus zu Unklarheiten führen können. Diese Unklarheiten spielen dem Kunden nun in die Hände. Gerichte haben festgestellt, dass aufgrund dessen ein Widerruf auch Jahre nach dem Abschluss noch erfolgen kann. Experten benennen dieses Phänomen als Widerrufsjoker.

Immobilienbesitzer

Nun könnten Immobilienbesitzer, die bereits in einer Finanzierung stecken, ebenfalls von den stark gesunkenen Zinsen profitieren. Mit dem Widerruf des Darlehens und einem erneuten Abschluss einer Finanzierung im Anschluss  kann die Zinsbelastung reduziert werden.

Bedingt durch eine Gesetzesänderung können nun nur noch Kreditverträge widerrufen werden, die nach dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden. Älteren Darlehen hätten bis zum 22.Juni 2016 widersprochen werden müssen.

 Widerruf

Wird ein Widerruf angestrebt ist die Bemühung eines Anwalts empfohlen. Generell kann ein Widerruf auch ohne Anwalt erfolgen. Dieser wird erfahrungsgemäß von den Kreditgebern aber lediglich müde belächtet und nicht akzeptiert. Sobald ein Anwalt eingeschaltet ist steigen die Erfolgsaussichten.

Die Konsequenzen eines Widerrufs

Ein erfolgreicher Widerruf setzt die Rückabwicklung des Kredits in Gang. Das bedeutet, dass das Kreditinstitut alle Zahlungen stornieren muss, sowohl die Auszahlung der Darlehenssummer als auch die bis dahin getätigten Rückzahlungen samt Zinsen usw. Die bisherigen Abzahlungen des Kunden müssten von der Bank verzinst zurückgezahlt werden. Der Darlehensvertrag wird aufgekündigt und beendet.

So würde der Kunde nicht nur die höhere Verzinsung los, sondern würde sein „Guthaben“ auch noch verzinst zurückerhalten. Allerdings kann im Anschluss eine weitere Finanzierung notwendig werden. In diesem Fall sollte man diesen Umstand vor einem Wiederruf vorbeugen indem man u.a. ein besseres Angebot findet um eine erneute Finanzierung abzuschließen.

Ein Widerruf kann u.U. auch noch erfolgen, wenn der Kreditvertrag zwischenzeitlich verlängert wurde, ebenso können bereits abgegoltene Darlehen im Nachhinein widerrufen werden.

Kostenrisiko

Es ist aber zu beachten, dass für den Kunden ein gewisses Kostenrisiko besteht. Der Anwalt möchte bezahlt werden und ggf. kommen noch Gerichtskosten hinzu. Um diese Kosten in Grenzen zu halten lohnt sich eine Vorabprüfung, ob das Darlehen generell einem Widerrufsrecht unterliegt. Die Prozesskostenbeihilfe oder ein Prozessfinanzierer können ebenso die Kosten maßgeblich reduzieren.

Aus der Rubrik: Allgemein

Im hohen Alter einen Baukredit aufnehmen

 

Dieses Vorhaben zeigt sich meistens als unmöglich. Eine Studie beweist nun, was alle im Grunde schon längst wussten: Älteren Menschen ist es meistens verwehrt einen Baukredit aufzunehmen.

Banken als auch Sparkassen berufen sich laut der gemeinsamen Studie der Deutschen Seniorenliga und der Verbraucherzentrale Bremen stets auf die Wohnimmobilienkreditrichtlinie, wenn sie den Antrag von älteren Semestern ablehnen.

Schon allein die Anfrage nach einem Angebot war für 30% der älteren Menschen äußerst schwierig und über die Hälfte der Finanzierungsanträge wurden mit dem Verweis auf die neuen gesetzlichen Regelungen abgewiesen.

Auffällig war die Tatsache, dass die Ablehnungen seitens der Genossenschaftsbanken nur so prasselten. Hier wurden 48 % aller gestellten Anträge abgelehnt. Die Sparkasse brachte es auch auf 33%.

EU- Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Die neue EU- Wohnimmobilienkreditrichtlinie ist seit dem 21. März 2017 in Kraft und weist schon jetzt Nachbesserungsbedarf auf. Insbesondere die Formulierung „Besonders betroffen: Junge Familien und ältere Menschen“ stößt sauer auf. Hier scheint es sich nach langläufiger Auffassung um eine verfassungswidrige Aussage zu handeln, die eine Diskriminierung von Alter und Familie nach sich zieht.

Generell besagt die Richtlinie, dass eine Kreditvergabe nur unter der Voraussetzung erfolgen darf, wenn der Darlehensnehmer auch tatsächlich in der Lage ist den Vertrag zu erfüllen. Diese Aussage ist generell zu vage und lässt zu viel Spielraum für Interpretationen und unterstützt u.a. die Altersdiskriminierung. Denn eine längere Vertragslaufzeit als die statistische Lebenserwartung des Kreditnehmers führt zwangsläufig zu einer Ablehnung des Antrags.

Die Finanzierung einer eigenen Wohnung

Vorstandsmitglied der Verbraucherzentrale Bremen Annabel Oelmann fordert aufgrund dessen eine klare Leitlinie mit verständlichen Aussagen ohne Spielraum. Auch Erhard Hackler, Geschäftsführer der Deutschen Seniorenliga findet mit: „Die Finanzierung einer eigenen Wohnung oder eines Umbaus nur mit dem Verweis auf das Alter zu verweigern, ist ein Fall von Altersdiskriminierung”, klare Worte.

Eigentlich sollte die neue Wohnimmobilienkreditrichtlinie den Verbraucher weitestgehend vor dem Bankrott schützen. Die Vergabe von Immobilienkrediten erfolgt seither restriktiver. Allerdings werden die kritischen Stimmen seither immer lauter, die daraufhin weisen, dass die Bewilligung von Krediten für Familien, Arbeitnehmern mit befristeten Arbeitsverträgen, Selbstständige und eben für ältere Menschen kaum noch stattfindet. Auch die Bundesregierung hat mittlerweile ein Einsehen und kündigte entsprechende Nachbearbeitungen an. Über den genauen Inhalt wird bisher Stillschweigen gewahrt. Die Aktualisierungen sollen aber noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

Aus der Rubrik: Allgemein

Ethische Baufinanzierung: Was bedeutet das?

Baufinanzierungen AnlageDer Ruf der Banken hat in den letzten Jahren enorm gelitten. Immer mehr Menschen setzen auf transparente Banken, die angelegtes Geld ausschließlich für ethisch vertretbare faire Investitionen verwenden. Mittlerweile bieten diese sogenannten ethischen Banken auch eine Baufinanzierung nach fairen Prinzipien an.

[ … weiterlesen … ]

Aus der Rubrik: Finanzieren

Im hohen Alter einen Baukredit aufnehmen

Dieses Vorhaben zeigt sich meistens als unmöglich. Eine Studie beweist nun, was alle im Grunde schon längst wussten: Älteren Menschen ist es meistens verwehrt einen Baukredit aufzunehmen. Banken als auch Sparkassen berufen sich laut der gemeinsamen Studie der Deutschen Seniorenliga und der Verbraucherzentrale Bremen stets auf die Wohnimmobilienkreditrichtlinie, wenn sie den Antrag von älteren Semestern ablehnen.

Schon allein die Anfrage nach einem Angebot war für 30% der älteren Menschen äußerst schwierig und über die Hälfte der Finanzierungsanträge wurden mit dem Verweis auf die neuen gesetzlichen Regelungen abgewiesen. Auffällig war die Tatsache, dass die Ablehnungen seitens der Genossenschaftsbanken nur so prasselten. Hier wurden 48 % aller gestellten Anträge abgelehnt. Die Sparkasse brachte es auch auf 33%.

EU- Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Die neue EU- Wohnimmobilienkreditrichtlinie ist seit dem 21. März 2017 in Kraft und weist schon jetzt Nachbesserungsbedarf auf. Insbesondere die Formulierung „Besonders betroffen: Junge Familien und ältere Menschen“ stößt sauer auf. Hier scheint es sich nach langläufiger Auffassung um eine verfassungswidrige Aussage zu handeln, die eine Diskriminierung von Alter und Familie nach sich zieht.

Generell besagt die Richtlinie, dass eine Kreditvergabe nur unter der Voraussetzung erfolgen darf, wenn der Darlehensnehmer auch tatsächlich in der Lage ist den Vertrag zu erfüllen. Diese Aussage ist generell zu vage und lässt zu viel Spielraum für Interpretationen und unterstützt u.a. die Altersdiskriminierung. Denn eine längere Vertragslaufzeit als die statistische Lebenserwartung des Kreditnehmers führt zwangsläufig zu einer Ablehnung des Antrags.

Finanzierung einer eigenen Wohnung

Vorstandsmitglied der Verbraucherzentrale Bremen Annabel Oelmann fordert aufgrund dessen eine klare Leitlinie mit verständlichen Aussagen ohne Spielraum. Auch Erhard Hackler, Geschäftsführer der Deutschen Seniorenliga findet mit: „Die Finanzierung einer eigenen Wohnung oder eines Umbaus nur mit dem Verweis auf das Alter zu verweigern, ist ein Fall von Altersdiskriminierung”, klare Worte.

Eigentlich sollte die neue Wohnimmobilienkreditrichtlinie den Verbraucher weitestgehend vor dem Bankrott schützen. Die Vergabe von Immobilienkrediten erfolgt seither restriktiver. Allerdings werden die kritischen Stimmen seither immer lauter, die daraufhin weisen, dass die Bewilligung von Krediten für Familien, Arbeitnehmern mit befristeten Arbeitsverträgen, Selbstständige und eben für ältere Menschen kaum noch stattfindet. Auch die Bundesregierung hat mittlerweile ein Einsehen und kündigte entsprechende Nachbearbeitungen an. Über den genauen Inhalt wird bisher Stillschweigen gewahrt. Die Aktualisierungen sollen aber noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

Aus der Rubrik: Allgemein

Hausfinanzierung: Auch mit gewöhnlichen Ratenkrediten möglich?

Ratenkredite eignen sich zur Finanzierung von fast allem; vom Urlaub über das neue Auto und die neue Wohnzimmereinrichtung bis hin zur Hochzeit und zu sonstigen großen Feierlichkeiten. Das Eigenheim ist als Traum vieler Menschen in dieser Aufzählung bewusst nicht untergekommen, womit sich die Frage stellt: Sind gewöhnliche Ratenkredite tatsächlich nicht fürs Haus geeignet?

[ … weiterlesen … ]

Aus der Rubrik: Finanzieren

Sicher in den eigenen vier Wänden

 

1 (9)Wer sich den Traum vom eigenen Haus erfüllen will, der braucht eine solide Finanzierung. Eine Finanzierung, die ihm ein finanzielles Polster gewährt und ihm gestattet, seinen Lebensstandard zu erhalten. Die derzeit extrem niedrigen Zinsen für Baugeld, die verschiedenen Fördermöglichkeiten durch den Staat tragen dazu bei, dass sich viele für den Bau des eigenen Hauses entscheiden. Wer allerdings dies jedoch nicht solide finanzieren kann, der bekommt bald finanzielle Probleme und, Banken sind nicht geduldig, steht möglicherweise vor der Zwangsversteigerung.

Immobilie kaufen

Für viele Menschen macht es Sinn, eine Immobilien käuflich zu erwerben anstatt selbst zu bauen. Dies ist besonders in den Ballungsgebieten, aber auch in Gebieten, in denen die Bewohner einen gehobenen Lebensstandard haben, der Fall. Ein Bauplatz in der Stadt oder in einem, derzeit bevorzugten Gebiet, ist meist teurer als das Haus.

Was beinhalten die Kosten

Wer eine Immobilie kaufen will, der muss viele Dinge berücksichtigen. Der Kaufpreis für das Haus oder die Wohnung ist eine Sache, die vertraglich geregelt und notariell beglaubigt wird. Zu diesen Kosten kommen noch die Nebenkosten, die aus den Kosten für Notar und Gericht sowie die Grunderwerbssteuer und, wenn engagiert, auch die Provision für den Makler.

Auch hinzukommen können die Kosten, die für eine Renovierung oder Sanierung der Immobilie anfallen. Wie hoch diese sein können, hängt vom Zustand der Immobilie ab. Eines ist jedoch sicher: Die Kosten für die Grunderwerbssteuer haben sich in fast allen deutschen Bundesländern erhöht.

Eigenkapital

Heute ist es kaum noch möglich, eine Immobilie zu 100 Prozent finanzieren zu lassen. In der Regel ist Eigenkapital notwendig, das mindestens die Höhe der Nebenkosten oder aber 20 Prozent des Immobilien-Kaufpreises ausmacht. Die Mindesthöhe des Eigenkapitals sollte in jedem Fall die Nebenkosten decken. Sicher kann sich ein gut verdienender Arbeitnehmer oder ein Selbständiger, dessen Unternehmen gut läuft, höhere Raten leisten. Doch sollte jeder im Auge behalten, dass Eigenkapital zwar nicht die monatlichen Kreditraten vermindert, sondern ein finanzieller Puffer ist, der dem Kreditnehmer Sicherheit bietet.

Wie hoch sollten die Raten sein?

Bereits im Vorfeld sollte sich jeder, der eine Immobilie bauen oder erwerben will, Gedanken machen, welche monatliche Belastung er sich leisten kann. Experten raten dazu, dass für Wohnen maximal 40 Prozent, gerechnet vom Nettoeinkommen, anfallen sollten. In dieser Faustformel sollten auch die Nebenkosten sowie der Unterhalt für die eigenen vier Wände enthalten sein.

Ebenfalls zu bedenken ist, dass das Abzahlen der Immobilien 20 bis 30 Jahre in Anspruch nehmen kann. Deshalb sollten finanzielle Reserven für Notfälle vorhanden sein.

Aus der Rubrik: Wohnen

Den Hausbau solide finanzieren

 

  Wer ein Haus bauen will, braucht Kapital. In den meisten Fällen verfügt der Bauherr über Eigenkapital, das einen Teil des Gesamtkapitals ausmacht. Bevor er mit den Banken verhandelt und den Bau seines Hauses in Angriff nimmt, stellt er erst einmal fest, welche finanziellen Mittel ihm in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zu den finanziellen Mitteln zählen alle Vermögenswerte wie Depots, Bausparverträge sowie Guthaben auf Spar- und Tagesgeldkonten. Ebenfalls gehören finanzielle Zuwendungen von Verwandten und Eltern zu seinem Eigenkapital.

Verfügt der Bauherr über Aktien und andere schwankungsintensive Geldanlagen, sollte er diese vor Baubeginn in sichere Geldanlagen wie Sparbrief, Festgeldkonto umschichten.

Gibt es Ersatzsicherheiten?

Zu den Ersatzsicherheiten zählt beispielsweise der Rückkaufswert einer vorhandenen Lebensversicherung. Dazu erkundigt sich der Hausbauer, ob er den Rückkaufswert seiner Kapital-Lebensversicherung als Ersatzsicherheit abtreten kann. Ebenfalls gut einbauen in die Hausfinanzierung lassen sich Riester-Guthaben. Für selbstgenutzte Immobilien ist es möglich, aus einem Riester-Vertrag, der bereits angespart ist, Geld zu entnehmen, um die Immobilie zu finanzieren. Allerdings muss der Vertrag ein Guthaben von mindestens 6.000 Euro aufweisen, das mindestens 3.000 Euro aus dem Vertrag entnommen werden müssen, aber ein Guthaben in derselben Höhe nach Entnahme vorhandenen sein muss.

Was sagt der Kassensturz?

Eine solide Kalkulation kann erst nach dem Kassensturz erfolgen. Die Kalkulation beinhaltet die maximale Höhe der Kreditrate. Hilfe beim Kalkulieren bieten Online-Rechner an, auf denen der Bauherr alle Szenarien durchspielen kann. In diesem Zusammenhang ermittelt er die Kreditrate, deren Höhe er schultern kann, auch wenn das Zinsniveau steigt. Wichtig ist, dass er in seiner monatlichen Rate neben den Zinsen auch Tilgung einbaut, die eine ausreichende Höhe hat. Berücksichtigt er dies, ist sein Haus schuldenfrei, wenn er in den Ruhestand geht.

Wie fördert der Staat den Hausbau

Einige Dinge, die beim Hausbau relevant sind, werden staatlich gefördert. Welche staatlichen Fördermöglichkeiten für den Bauherrn verfügbar sind, kann der Finanzberater ermitteln. Den Aufwand der Finanzierung reduzieren beispielsweise die zinsgünstigen Darlehen der KfW-Bank sowie die Eigenheim-Förderung mit Wohnriester. Bei der KfW liegt der Schwerpunkt auf Energiesparmaßnahmen. Auch die Förderbanken der einzelnen deutschen Bundesländer bieten Kreditprogramme für Bauherren mit niedrigen Zinsen an. Zugute kommen diese hauptsächlich jungen Familien, deren Einkommen innerhalb der bestimmten Grenzen liegt.

Finanzielles Polster

Bei der ganzen Finanzplanung für den Bau des eigenen Hauses darf man nicht vergessen, dass auch im eigenen Haus Ausgaben auf einen zukommen. Auch für Ausgaben, mit denen keiner rechnete, sollte man solvent sein. Deshalb ist ein Finanzpolster wichtig.

Aus der Rubrik: Bausparen
© 2014-2017 | Baufinanzierungen.com - Ihr Ratgeber für Baufinanzierungen - Impressum