Beleihungswert

Der Beleihungswert ist der Wert einer Kreditsicherheit, der nach umfassender Prüfung von der Bank festgelegt wird. Dieser Wert gibt an, zu welchem Preis die Sicherheit, also etwa eine Immobilie, während der Darlehenslaufzeit verkauft werden kann. Der Beleihungswert zeigt somit die maximale Kreditsumme, die von der Bank gesichert vergeben werden kann. Bei Kreditnehmern mit erstklassiger Bonität ist es durchaus möglich, die Kreditsumme zu erhöhen und einen Teil des Darlehens blanko zu vergeben. In der Regel werden bei derartigen Blankoanteilen jedoch die Kreditzinsen erhöht, da das Risiko für einen Kreditausfall ebenfalls steigt. Kreditsummen hingegen die innerhalb des Beleihungswertes vergeben werden, sind voll besichert. Bei Krediten bis zu 60 Prozent des Beleihungswertes spricht man gar von erstrangigen Darlehen. Die Ausfallrisiken für die Banken sind hier sehr gering, was sich in niedrigen Zinssätzen niederschlägt.

Die Ermittlung des Beleihungswertes

Um den Beleihungswert einer Immobilie ermitteln zu können, benötigen die Banken verschiedene Unterlagen. Hierzu gehören neben dem Flurplan auch ein Grundbuchauszug sowie Objektunterlagen. Anhand des Grundbuchauszuges kann festgestellt werden, wie groß das Grundstück ist und ob ggf. bereits Vorlasten vorhanden sind. Die Objektunterlagen inklusive Grundrisszeichnungen hingegen zeigen die Größe des Objektes sowie die Aufteilung der Flächen. Anhand dieser Daten wird schließlich zum einen der Bodenwert und zum anderen der Objektwert ermittelt. Der Beleihungswert ergibt sich schließlich aus beiden Komponenten. Um die Risiken von Wertminderungen zu berücksichtigen, wird im Anschluss ein Sicherheitsabschlag von 20-30 Prozent vorgenommen. Bei der Bewertung eines Mietobjektes kann alternativ auf eine Ertragswertberechnung anhand der zu erzielenden Mieten erfolgen. Hierbei werden die jährlichen Mieteinnahmen mit einem Faktor multipliziert.

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