Annuität

Die Annuität ist die für ein Darlehen zu zahlende Rate. Sie bleibt während der Laufzeit konstant und beinhaltet nicht nur Tilgungs-, sondern auch Zinsanteile. Die Höhe der Annuität wird mit Abschluss des Darlehens anhand des Zinssatzes sowie der anfänglichen Tilgung ermittelt. Bei einem Darlehen in Höhe von 100.000 Euro, einem Zins von drei Prozent und einer anfänglichen Tilgung in Höhe von zwei Prozent ergibt sich eine monatliche Ratenbelastung von 416,67 Euro. Diese Rate wird im Darlehensvertrag schriftlich fixiert und bleibt in der Regel bis zum Ende der Zinsbindung konstant. Kreditnehmer erhalten so Planungssicherheit und können langfristig mit der Kreditbelastung rechnen. Um Kreditverträge flexibler zu gestalten, bieten einige Banken Tilgungsänderungsoptionen an. Mit ihnen ist es möglich, die Tilgung und damit die Rate während der Laufzeit zu erhöhen. Die Annuität kann mit einer derartigen Option bis zu einmal pro Jahr verändert werden.

Der Tilgungsanteil steigt zunehmend

Mit Abschluss eines Darlehens ist der Tilgungsanteil innerhalb der Annuität in der Regel relativ gering. Mit Zahlung der Rate wird dieser Anteil dann zur direkten Rückzahlung der noch offenen Darlehensschuld genutzt. Der Zinsanteil wird schließlich nur auf das noch verbleibende Darlehen berechnet. So sinkt der zu zahlende Zins mit jeder Rate, der Tilgungsanteil innerhalb der Annuität hingegen steigt, da die Rate ja konstant bleibt. Zum Ende der Kreditlaufzeit ist dann der Tilgungsanteil höher als die zu zahlenden Zinsen. Einsparungen ergeben sich auch bei eventuellen Sondertilgungen. Diese werden direkt mit der Darlehensschuld verrechnet. Durch die geringere Restsumme ergeben sich auch geringere Zinsbelastungen, was die Tilgung erhöht. Sonderzahlungen können sich somit sehr positiv auf die gesamte Zinsbelastung auswirken.

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